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***Pressestimmen***
Mit dem Fön gegen Widersacher
vom Schlag eines Bommels
"Fönfieber"
aus Köln brillierte zum Auftakt der neuen Kultursaison im Saal Sandgathe
/ Abgefahrene James-Bond-Persiflage
AHLEN. Diese
Hilfe hatte sich 007 doch schon immer gewünscht, gleichgültig,
ob der Darsteller gerade Sean Connery, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce
Brosnan oder Daniel Craig heißt: drei Ladys für James. Auch
wenn Ursula Andress in dem Film "James Bond jagt Dr. No" als
dem Wasser entsteigendes Bond-Girl und Muscheltaucherin Honey Ryder kaum
zu toppen ist: Gegen diese drei Agentinnen vom Schlage Schmidt, La Chiffre
und Weyers hat selbst der abgefeimteste Bösewicht nicht den Hauch
einer Chance, und auch nicht wenn er Joe Bommel heißt.
Denn die drei Topfrauen haben zwar noch nicht die Lizenz zum Töten,
aber dafür zum Totfönen ihrer Gegner, die dieser tödlichen
weiblichen Waffe nichts entgegenzusetzen haben. Man musste nicht zwangsläufig
ein James-Bond-Filmliebhaber sein, um an der abgefahrenen Handlung des
komödiantischen Musik-Thrillers, mit dem die Kulturgesellschaft am
Samstag die Spielzeit 2010/2011 im Saal Sandgathe eröffnete, seine
helle Freude zu haben.
Mit Zitaten und Songs aus Bond-Filmen begeisterten
Britta Weyers als Weyers, Barbara Gescher als La Chiffre und Schmidt alias
Anja Schmiel, hingebungsvolle Oboistin und besonders erprobt mit der Grillzange,
mit einer abgefahrenen Handlung ihr Publikum, das sich allerdings auf
knapp zwei Dutzend beschränkte. Keine Idee zu schräg und schrill,
um nicht verbalisiert zu werden, wenn die drei Agentinnen auf der Suche
nach 007 und einer Dame namens Kitty (oder heißt sie Pussy?) sind
und dabei in eine Waschmaschinentrommel kriechen, um anschließend
in einem Baumarkt mit All-Anschluß zu landen.
Und nachdem sie zunächst die völlig aufgelöste Kitty in
der Vulkaneifel gefunden haben, die ihren verflossenen Liebhaber James
verwünscht, stoßen sie schließlich auf den Top-Agenten,
den sein Widersacher Bommel lebendig in eine Tiefkühltruhe verfrachtet
hat. Wie gut, dass sich ein Fön nicht nur als Waffe eignet, sondern
notfalls auch zum Auftauen tiefgefrorener Agenten.
Jede der drei Akteurinnen des Ensembles überzeugte durch Vielseitigkeit
in der schauspielerischen und musikalischen Leistung, wobei Britta Weyers
als Hauptdarstellerin und Moderatorin mit einer ausdrucksstarken Stimme
brillierte.
Warum an diesem Abend in dem spärlich bestuhlten Saal dennoch Tische
freiblieben, ist bei der Truppe aus Köln, die mit dem "Klagenfurter
Kleinkunstpreis" und dem "Prix Pantheon" ihre olympischen
Weihen längst erhalten hat, allerdings verwunderlich. Zwar konnte
Geschäftsführerin Michaela Mormann Bürgermeister Benedikt
Ruhmöller willkommen heißen, aber selbst von der Führungsriege
der Kulturgesellschaft war zum Auftakt der Spielzeit nichts zu sehen.
von Dierk Hartleb
Ahlener Zeitung, 06.September 2010
Geschüttelt und gerührt:
Agentinnen überzeugen
Ahlen (ak). "Ich habe die Bombe am Hauptbahnhof
entfönt."
Mit diesen Worten verblüffte Britta Weyers am Samstagabend das Publikum
im Saal Sandgathe. Der Fön spielte bei dem musikalischen Spionage-Spektakel
"Ein Agent taut auf" eine ganz besondere Rolle.
Zum Auftakt der neuen Spielzeit der Kulturgesellschaft
präsentierten die Agentinnen Weyers, La Chiffre und Schmidt berühmte
Titelsongs und verborgene Schätze der James-Bond-Filme.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Trio überzeugte sowohl musikalisch
als auch schauspielerisch und wurde seinem guten Ruf voll gerecht. Erst
Ende des vergangenen Jahres waren die drei Kölnerinnen für ihr
Programm mit dem Klagenfurter Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden.
In dem aktuellen Stück suchen sie verzweifelt nach James Bond. Eine
Partitur begleitet die Damen auf dem Weg von Japan ins Berner Oberland
- mit Flügel, wehleidiger Oboe und ausdrucksstarker und vielseitiger
Stimme, mal Shirley Bassey, dann aber auch Louis Armstrong imitierend.
Für ihren Dauerauftrag, das Chaos des Kollegen James Bond zu beseitigen,
legen sich die drei Frauen mächtig ins Zeug.
Sie entsorgen Leichen, machen seine Steuererklärung und kümmern
sich mit unerschütterlichem Optimismus um einfach alles, sogar um
das "Totfönen" von Widersachern und das Entfönen von
Bomben.
Neben Klavier, Oboe, Ukulele und Englischhorn setzte das Trio auch Utensilien
wie Teesieb, Schwimmreifen oder Grillzange ein. Michaela Mormann, Geschäftsführerin
der Kulturgesellschaft, hatte eingangs nicht zu viel versprochen, als
sie die drei Schauspielerinnen aus Köln vorstellte. Das Publikum
war begeistert, geschüttelt und gerührt und sparte nicht mit
Beifall.
(...)
von Angelika Knöpker
Ahlener Tageblatt, 07. September 2010
Fönfieber in der Kolonie:
mit 007 auf Du und Du
LEVERKUSEN (mkl) Sie haben die Lizenz zum Fönen
und sind schon dadurch qualifiziert als Dreamteam von Spezialagent 007.
Die drei unerschrockenen Damen erledigen das, was bei seinen spektakulären
Einsätzen so rechts und links liegen bleibt, einschließlich
seiner Steuererklärung. Sie sind mit James auf Du und Du, außerdem
zur richtigen Zeit am rechten Ort, um die attraktive Doppelnull aus einer
prekären Situation zu befreien, nämlich aus der Tiefkühltruhe.
Nur gut, dass sie stets mit dem Fön im Anschlag kämpfen, so
lässt sich auch ein kalt gestellter Agent relativ sicher auftauen.
Für "Fönfieber" sorgten
Weyers, La Chiffre und Schmidt zum Abschluss der Kleinkunstsaison auf
der Bühne der Kolonie eins - ziemlich skurril und schräg und
auf erfrischende Weise witzig. Gerade so wie bei einem echten Thriller
kam auch hier der Musik zum Film besondere Bedeutung zu. Die hat das senkrecht
gestartete Trio, das 2009 für den Prix Pantheon nominiert wurde,
ganz klar im Blut. Die einschlägigen Titelmelodien diverser James
Bond-Streifen hat La Chiffre, alias Barbara Gescher und im Programm meist
am Klavier tätig, von wo sie knappe aber entwaffnende Bemerkungen
abschießt, für das Trio arrangiert. Anja Schmiel, die auch
als Solooboistin beim Bayerischen Kammerorchester und dem Neuen Rheinischen
Kammerorchester unter Vertrag ist, spielt Oboe oder Englischhorn.
Und die Partnerin mit der eindeutig gelungensten Fönfrisur, Britta
Weyers, singt dazu, wenn sie nicht gerade unbedarft plaudernd und plappernd
durch den Plot dieses 007-Sondereinsatzes führt.
Da geht es um den etwas diffusen Fall "Golden
Ei", das in dieser Schreibweise ziemlich nützlich ist, weil
man es mit entsprechender Befüllung als Rhythmusinstrument nutzen
kann. Aber dazu taugen im Zweifel auch Teesieb, Grillzange, Deo-Spraydosen
und natürlich die favorisierte Allzweckwaffe, der Fön.
Britta Weyers, die sich als Leverkusenerin outete, ist die charakteristische
Stimme des Agentinnen-Trios, die von den beiden anderen meist instrumental
inszeniert wird. Aber besonders haben die a cappella-Einsätze gefallen,
wenn die drei ihre Stimmen vermischen.
Dank der schlagfertigen und mit Worten spielenden
Erwählweise wurde das Publikum vor Lachen geschüttelt und war
mitunter auch fast gerührt.
von mkl
Rheinische Post, 29.-30. Mai 2010
James Bond in der Vulkaneifel
Weniger High-Tech, mehr
Esprit: Auf der Bühne der Kolonie Eins inszeniert das Trio Fönfieber
die abstrusen Welten der Guten und Bösen aus den James-Bond-Filmen.
Mit Musik, Stricknadeln und trockenem Humor.
WIESDORF - Kitty hat Kummer. Sie hat sich in
James Bond verliebt. Der Agent hat aber keine Zeit oder schon wieder eine
andere und Kitty schluchzt - alleingelassen in der Vulkaneifel. Schön
schräg sind die Geschichten, die sich das Trio Fönfieber
mit der gebürtigen Leverkusenerin Britta Weyers und ihren Kleinkunstkolleginnen
Anja Schmiel (Schmidt) und Barbara Gescher (La Chiffre) rund um James
Bond und den Bösewicht Joe Bommel ausgedacht hat.
Ein goldenes Ei, wie es schon einmal in der
Yoga-Meditation vorkommt, spielte eine zentrale Rolle. Natürlich
gab es in den Erzählungen Eispaläste und tiefgefrorene Herzensbrecher.
Aber besonders schön waren Episoden, die mit einfachen Requisiten
wie Salat- und Teesieb auskamen. Erstes war das Raumschiff, Zweites der
Astronaut, der an einer nabelschnurartigen Kordel hinaus in das All waberte.
Mit verblüffender Dramatik brachte Weyers eine Schere ins Spiel,
die die Verbindung kappte. Angeblich war es ihr Angebeteter.
Der britische Agentenschmarren um den Bond-Bub,
in dem ja immer neue Superautos und Wunderwaffen zu einer meist todlangweiligen
Story auftauchen, erhielt endlich einmal die Würze, die ihn sehenswert
macht. Trickreich baute das Trio auf der Bühne der Kolonie Eins mit
wenigen Mitteln abstruse Welten der Guten und Ganoven auf. Eine gewisse
Stringenz war zwar abzulesen. Aber eigentlich war die Handlung egal, denn
die Spionage-Story lebt auch von der wunderbaren Musik, die die drei machen.
Anja Schmiel spielte das Englischhorn und eine
Plexiglasoboe. Barbara Gescher, begleitete am Klavier, klapperte mit Stricknadeln
und trockenem Humor. Und den hinreißenden Gesang lieferte - trotz
einer bösen Influenza - Britta Weyers. Mit den drei Krimi-Kleinkünstlerinnen
hat die Kulturstadt Leverkusen einen guten Griff getan. Sie haben schon
den Klagenfurter Kleinkunstpreis gewonnen und wurden für den Prix
Pantheon nominiert.
von Jan Sting
www.leverkusener-anzeiger.ksta.de, 28. Mai 2010
Geschüttelt und gerührt
Erstmals Kabarett beim Zwischenspiel
des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau

BAD BRÜCKENAU. Gestatten Sie: Drei Engel
für Bond, James Bond, gastierten im Lola-Montez-Saal. Vergessen Sie
Miss Moneypenny, Q und M, die angeblichen Mitstreiter des Topagenden 007.
Er wäre nicht mehr am Leben ohne die Top-Musikkabarettistinnen La
Chiffre, Schmidt und Weyers alias Barbara Gescher, Anja Schmiel und Britta
Weyers.
Das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau
(BKO) betrat neues Terrain beim zweiten Zwischenspiel in diesem Jahr.
Erstmals gab es Kabarett statt Klassik. Möglich gemacht hatte es
die Oboistin des BKO, Anja Schmiel. Sie ist Mitglied des preisgekrönten
Kabarettensembles Fönfieber aus Köln. Das musikalische
Spionage-Spektakel lockte rund 80 Zuhörer an. Sie wurden von Lachanfällen
geschüttelt und von Bond-Titelsongs gerührt.
Das Drehbuch zu Fönfieber
Ein Agent taut auf ist ebenso schräg wie köstlich. Zitate
und Songs aus Bond-Filmen sind das Fundament. Die Songs, egal ob instrumental
begleitet oder dreistimmig a cappella (For Your Eyes Only),
sind der Stoff, der den Erfolg des Stücks ausmacht.
Zum Plot: Die Agentinnen Weyers, La Chiffre
und Schmidt erhalten einen Geheimauftrag. Sie sollen 007 retten, den
Mann, der selbst im hellblauen Frotteeanzug noch hinreißend aussieht.
Der Gentleman und Perfektionist im Reißverschluss-Öffnen (Nobody
Does It Better) ist verschollen. Dahinter steckt Bösewicht
Joe Bommel, dem die Agentinnen auf die Goldfinger hauen.
Die bezaubernde Sängerin und Schauspielerin
Britta Weyers, eine Mischung aus Shirley McLaine und Audrey Tautou, hat
die Lizenz zum Totfönen auch wenn's lange dauert.
Auf der Suche nach Bond lässt sie sich von nichts aus dem Konzept
bringen. Weder davon, dass das mysteriöse goldene Ei im Requisitenregal
unauffindbar ist, noch davon, dass das Mikro nicht richtig funktioniert.
Mit unvergleichlichem Augenaufschlag entschuldigt sie kleine Missgeschicke,
umgarnt charmant das Publikum, strahlt unerschütterlichen Optimismus
aus, glänzt mit Wortspielereien.
Ob auf dem Laptop oder Keyboard: La Chiffre
alias Barbara Gescher kann mit den Tasten umgehen. Die Garantin für
Hintergrundwissen und musikalisches Fundament gibt die spröde Wissenschaftlerin,
die trockene Buchhalterin, die die Weyers aus ihren Weltraumausflügen
zurück auf den Boden der Tatsachen holt.
Anja Schmiel spielt den abgebrühten Bösewicht
Schmidt ebenso vortrefflich wie auf Oboe und Englischhorn. Es muss nicht
immer Klassik sein, Bond-Songs jagen auch einen Schauer über den
Rücken. Das Ende vom Lied: Mission erfüllt. Bond: aufgetaut.
Publikum: restlos begeistert.
von Angelika Silberbach
Mainpost, 09. März 2010
Weiblich, unerschrocken
und mit der Lizenz to fön
Mit einem musikalischen
Spionage-Spektakel betritt das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau
neue Pfade
Es ist ein Experiment, schmunzelt
Pavol Tkac, Pressesprecher des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau
(BKO). Wenn er sich ausmalt, was sich während des zweiten Zwischenspiels
in diesem Jahr, am 5. März um 19.30 Uhr im Lola Montez Saal zutragen
wird. Erstmals wird es nämlich kabarettistische Aspekte in dieser
Reihe geben und eines vorweg: Mit dem preisgekrönten Ensemble
Fönfieber und seinem Programm Ein Agent taut auf
reist eine ganze Maschinerie von Köln in Richtung Staatsbad, die
das Publikum an diesem Abend nicht nur schüttelt, sondern auch gut
durchrührt.
Bewaffnet mit Fön, Schwimmreifen und Angelschnur
Gemeinsam mit Britta Weyers, die für Fön,
Gesang und Ukulele zuständig ist, ihrer Kollegin Barbara Gescher,
die Herrin über das Klavier und andere Tastaturen sowie Anja Schmiel,
diesmal nicht in der Rolle als Oboist des BKO, sondern zusätzlich
auf geheimer Mission mit Englischhorn und Grillzange, geht es mitten hinein
in ein musikalisches Spionage-Spektakel, das sich nur um eine Sache dreht:
Die Rettung ihres guten Freundes James. Bewaffnet mit Fön, Schwimmreifen,
Angelschnur oder auch mal Parfüm, entführen die drei Grazien
in ein Wechselbad der Emotionen und präsentieren in virtuoser Manier
bekannte Titelsongs und so manch verborgenen Schatz der legendären
Bondfilme.
Unerschrocken sind die Damen, voller Einsatz
ihre Passion. Dabei begeben sie sich nicht nur auf eine Undercover-Mission,
während derer sie ganz pragmatisch feststellen: Je älter
Frauen werden, desto unsichtbarer werden sie für die Bevölkerung!,
sondern schicken sich auch an, ihre unerhörten Ermittlungsmethoden
rund um ein goldenes Ei auch um einen Teesieb zu erweitern. Und wenn das
alles nicht hilft, wird der Bösewicht einfach tot gefönt
auch wenns dauert. Mit allen Mitteln geben die Kolleginnen,
die unterschiedlicher nicht sein könnten, Einblick in ihren überraschenden,
teils absurden Agentenalltag und in ihre unorthodoxen Methoden,
fasst das BKO schon jetzt zusammen. Es werde enteist, entschlüsselt,
und entfönt, wenn es darum gehe, den Auftrag zu erledigen und James
Bond mal wieder das Leben zu retten. Weyers, La Chiffre und Schmidt überzeugen:
Mit oder ohne Fönfrisur. Denn sie haben die Lizenz to fön
von Nicole Oppelt
Readers Edition, 14. Januar 2010
link
Tunten, Talk und Travestie
Kleinkunst, Cabaret und Parodie:
"The Sexy PappNasenShow 2010" im Rotationstheater
REMSCHEID. (...) Für Erwachsene aber war
es ein recht vergnüglicher Abend, bei dem Travestie mal unangestrengt
und entspannt wirkte, einfach nur lustig war, wo teils recht anspruchsvolle
Chansons mit Stimme und Talent gesungen und Texthänger bei Parodien
mit originellem Extemporé ausgebügelt wurden. (...)
gab es doch noch als Höhepunkt den Auftritt von "Fönfieber"
mit Barbara Gescher am Klavier, der hervorragenden Anja Schmiel am Englischhorn
und der bezaubernden Sängerin und Fönerin Britta Weyers. Die
rissen mit der Bond-Parodie "License to Fön" wieder alles
raus.
Wenn auch nicht ganz jugendfrei: überwiegend heiter, eine kuriose
Party mit Unterhaltungswert.
von Frank Becker
Musenblätter - das unabhängige Internet-Magazin
Remscheider General-Anzeiger, 10. Februar 2010
Eine Unholdhatz
St. Ingberter Pfanne:
Brodelndes Ideenlabor von Fönfieber
Ein braver Poetry-Slam,
ein pointensicherer Aufarbeiter der 80er Jahre und ein hochmusikalisches
Geheimdienst-Kabarett - Rückblick auf den dritten Tag des St. Ingberter
Kabarett-Wettbewerbs.
ST. INGBERT.(...) Zum Abschluss hauen die drei
dreifach Undercover-Agentinnen von Fönfieber mit dem Dauerauftrag
"James" in eine ganz andere Kerbe. Was Weyers (Britta Weyers)
mit enormer Singstimme, La Chiffre (Barbara Gescher) am Piano und Schmidt
(Anja Schmiel) an der Oboe auf die Bühne zaubern, ist spritziges,
hochmusikalisches Geheimdienst-Kabarett mit herrlich umgekrempelten Bond-Songs,
charmantem Witz und der "Licence to fön". So schön
war James' agentisches Leben noch nie, die Damen entsorgen für ihn
die Leichen, machen die Steuer, verfolgen die liebestolle Kitty mit dem
goldenen Ei und hauen Joe Bommel auf die Goldfinger. Ihre Methode gegen
Bösewichter: totfönen, auch wenn's dauert. Die Zutaten zur Unholdhatz
birgt das Kölner Trio aus den Tiefen ihrer unschuldig-weißen
Friseur-Labor-Agentinnen-Küche. Ein brodelndes Ideen-Labor, eigenwillig,
wohltuend anders und schon deshalb Höhepunkt des Abends. rr
Saarbrücker Zeitung, 8. September 2009
Damen mit der Lizenz zum
Fönen
Weibliches Kabarett-Trio
präsentiert James Bond einmal ganz anders
Mit dem Fön als Wunderwaffe
ziehen drei Agentinnen los, um ihren guten Freund" James vor
dem sicheren Tod zu retten. Die Kabarettistinnen der kleinen Damenkapelle
haben am Samstag in der Tuchfabrik eine neue, weibliche Sicht auf den
britischen Top-Agenten gezeigt.
TRIER. James Bond
kennt natürlich jeder. Dass der Agent drei weibliche Schutzengel
hat, die für ihn die Drecksarbeit erledigen, war bisher nicht bekannt.
Das aber ist der geheime Dauerauftrag des Trios, das am Samstagabend in
der Tuchfabrik zu Gast war. In ihrem preisgekrönten Programm Fönfieber
Ein Agent taut auf präsentierte die kleine Damenkapelle
aus Köln ihren ganz eigenen, femininen Blick auf den Bond-Kult.
Ihre Mission beginnt für Britta Weyers (Gesang), Anja Schmiel (Oboe)
und Barbara Gescher (Klavier), alias Weyers, Schmidt und La Chiffre, mit
einem Schock: James ist entführt worden! Auf der Suche nach ihm geben
die Agentinnen Einblicke in ihren verrückten Alltag als Bonds Aufräumkommando:
Fleischreste gehören nicht in den Biomüll.
Immer griffbereit ist ihre Wunderwaffe, der Fön. Damit tauen sie
am Ende sogar den tiefgekühlten James wieder auf. Der muss sich nicht
nur von Frauen retten lassen, er existiert außerdem nur als winzige
Plastikpuppe.
Musikalisch überzeugen die Agentinnen mit ihrer ungewöhnlichen
Interpretation berühmter Bond-Songs. So singt Weyers Diamonds
are forever, als sie Blofelds tote Katze findet, die mit Diamanten
ausgestopft wurde. Und Bond wird zu den Klängen von Die another
day zurück ins Leben gefönt. Das fast ausschließlich
weibliche Publikum ist begeistert: Ich mag eigentlich keine Actionfilme,
gesteht Ulla Maximini aus Trier. Aber Bond mit soviel Fantasie und
Witz zu sehen, ist toll. Sie vermutet, für Männer sei
es schwieriger, die Bond-Filme so verulkt zu sehen.
Das kann Zuschauer Harald Lenz nicht bestätigen:Roger Moore
hat sich doch selbst auf die Schippe genommen, die Damen gehen nur einen
Schritt weiter.
von Christa Weber
Trierer Volksfreund, 11. März 2009
Fönfieber - ein Agent
taut auf
Ihre Lieblingswaffe ist der Fön, ihr selbst
gestecktes Ziel die Vernichtung des Bösen und ihr favorisiertes Kommunikationsmittel
ein goldenes Ei, mit dem man telefonieren kann.
Die kleine Damenkapelle hat sich an die Fersen von James Bond geheftet,
und siehe da, der Mann ist ganz anders als der gemeine Kinogänger
glaubt, ein hilfsbereiter Katzenfreund mit einer licence to care,
der Lizenz zum Helfen. Was die Suche nach der spurlos verschwundenen Kitty
freilich nur unwesentlich erleichtert.
Fönfieber ein Agent taut auf heißt die von
Britta Weyers (Fön, Gesang und Ukulele), Barbara Gescher alias La
Chiffre (Klavier) und Anja Schmiel alias Schmidt (Oboe, Englischhorn und
Grillzange) vom Kopf auf schöne Beine gestellte Aufbereitung der
filmischen Vorlage. Britta Weyers zeigt, dass sie nicht nur eine wunderbare
Sängerin ist, sondern eben jenen Zauber ausstrahlt, dem selbst harte
Agenten erliegen. Erst wenn du nicht mehr lebst, bist du tot,
heißt es. Anders gesagt: Wer diesen Abend erlebt, ist wie neu geboren.
von Marianne Kolarik
Kölner Stadtanzeiger, 27. Februar 2009
Ein Agent taut auf
Noch eine echte Entdeckung auf dem weiten
Feld der Kleinkunst ist dagegen die kleine Damenkapelle (am
3. im Atelier Theater). Dahinter stecken drei Frauen, wie man sie origineller,
inspirierter und perfekter selten zu sehen bekommt: das just mit dem Klagenfurter
Herkules ausgezeichnete Trio hat mit seinem ersten Programm
einen Coup gelandet, der nicht nur James Bond-Liebhaber entzückt:
Fönfieber ein Agent taut auf heißt die Neufassung
der Filmvorlagen rund um 007 wobei nicht nur die Songs neu arrangiert
wurden, sondern auch das Image des Helden komplett umgekrempelt worden
ist. Unterstützt von La Chiffre (Barbara Gescher) und Schmidt (Anja
Schmiel) an Klavier, Oboe, Englischhorn, Fön und einer Grillzange,
entwickelt Britta Weyers ein spektakuläres Szenario, in dessen Verlauf
eine mit Diamanten voll gestopfte Katze, eine Waschmaschinen-Trommel und
ein goldenes Ei, mit dem man telefonieren kann, auf die Spur der verschwundenen
Kitty führen. Undercover arbeiten ist nicht immer einfach,
heißt es da richtig. Schließlich kommt auch einer wie 007
in die Jahre und wird weicher und MAM, die emotional am härtesten
Gebeutelte innerhalb der pfiffigen Damenkapelle, bestückt den knallharten
Helden mit einem Helfersyndrom, dem licence to care. Schlicht
genial.
von Anne Nüme
Choices, März 2009
'Herkules' zum dritten
Mal in Klagenfurt
Am Samstagabend ging im neuen Jazz-Club Kammerlichtspiele
der 3. Klagenfurter Kleinkunstpreis "Herkules" über die
Bühne. Auffallend war neben dem durchwegs hohen Niveau der Trend
zum Musikkabarett.
Drei Damen aus Köln holten den Hauptpreis nach Deutschland. Kölner
'Kleine Damenkapelle' überzeugte
Der Trend zum musikalischen Kabarett schlug sich 2009 bei der Preisvergabe
nieder: Der erste Platz ging an die "Kleine Damenkapelle" aus
Köln. Diese Formation überzeugte mit ihrem Musikkabarett "Fönfieber
- ein Agent taut auf" nicht nur die Fans von James Bond.
Die Vergabe des Preises war eine Absage der Jury an den "Herrenwitz"
- allen voran Regisseurin Marion Dimali. "Die Jury musste sich einfach
die Frage stellen, welche Kriterien es tatsächlich gibt, die man
in diesem fall anlegen kann. Hier sind wirklich drei Figuren auf der Bühne
gestanden, das ist nicht vermischt worden, da ist nichts durcheinander
gekommen. Die haben einfach klar durchgehalten und haben es sich zudem
auch nicht ganz so leicht gemacht."
Für einen Preis reichte es nicht, aber immerhin kam Dieter Kobald
ins Finale. Ein Kärntner schaffte es ins Finale
Mit nur drei Stimmen Vorsprung ging der Publikumspreis der Kelag an den
Schweizer Thomas Lötscher.
Als einziger Österreicher schaffte es übrigens der Kärntner
Dieter Kobald ins Finale: Sein "Integrationsabend" erzählt,
wie mit behinderten Menschen umgegangen wird.
"Ich verschaffe den Leuten die Möglichkeit, über Situationen,
die mit behinderten Menschen passieren, offiziell zu lachen. Ichjammere
nicht, sondern zeige nur auf, was passiert. Sicherlich gibt es Barrieren,
ich kann aber nur zeigen, dass wir genauso sind, wie alle anderen. Wir
sind einfach da und man kann uns nicht wegdenken."
Ein ausführlicher Bericht ist am Montag im "Wortklauber"
zu hören. Hörproben am Montag in Radio Kärnten
Kulturstadtrat Albert Gunzer (BZÖ) verdoppelte das Preisgeld. Es
bleibt zu hoffen, dass die "kleine Kunstform" Kabarett auch
im nächsten Jahr in Klagenfurt zu sehen sein wird.
Einen ausführlichen Bericht über die Vergabe des "Herkules"
bringt Radio Kärnten am Montag im Kulturmagazin "Wortklauber".
Die Sendung ist auch übers Internet 'on demand' abrufbar.
ORF Kärnten, 11. Januar 2009
Damenkapelle machte starken
Typen schwach
Klagenfurter Kleinkunstpreis
ging heuer an die "Kleine Damenkapelle" aus Köln. Publikumspreis
ging in die Schweiz.
Erstes Programm, erster Wettbewerb, erstmals
in Österreich und erster Preis: "Wir können es nicht fassen,
wirklich. Kann mich mal einer schlagen?" Britta, in der Kabarettgruppe
"Kleine Damenkapelle" verantwortlich für Fön, Gesang
und Ukulele, brauchte einen Tritt, um den Gewinn des Klagenfurter Kleinkunstpreises
"Herkules" zu realisieren. Mit ihren Mitstreiterinnen "La
Chiffre" Barbara Gescher und "Schmidt" Anja Schmiel hatte
das Frauentrio die Jury mit der Musik-Comedy "Auf den Fersen des
Top-Agenten" überzeugt. "Können, Präzision, Führung
der Figuren und die Bühnenpräsenz haben gestimmt", kommentierte
Jurysprecherin Marion Dimali, Schauspielerin und Regisseurin, die Entscheidung.
Keine leichte Entscheidung. Leicht fiel diese
den fünf Juroren des Finales nicht. Der dritte "Herkules",
der heuer im Jazzkeller Kammerlichtspiele ausgetragen wurde, überzeugte
mit seiner Qualität. "Das Niveau ist deutlich gestiegen. Von
den 16 Kabarettisten, die in den beiden Vorrunden aufgetreten sind, hätten
auch zwölf weiterkommen können", resümierte Dimali.
"Es ist super, dass wir so viele Gute haben", freute sich Organisator
Mario Kuttnig über drei ausverkaufte Abende.
Publikumspreis an Schweizer. Ähnlich der
Jury steckten die Zuschauer in einer Entscheidungs-Zwickmühle. Mit
drei Stimmen Vorsprung erhielt Thomas Lötscher aus der Schweiz den
Publikumspreis. Der Kabarettist hatte nach einem Spaziergang durch Klagenfurt
sein Programm gekonnt kärntnerisch zugeschnitten.
Soviel Euphorie auf allen Seiten wirkte auf
Kulturstadtrat Albert Gunzer ansteckend. Der Fan des Herkules verdoppelte
spontan die Gewinnsummen auf 2000 und 1000 Euro.
Kleine Zeitung, 11. Januar 2009
"Herkules", der
an Kraft gewinnt und alle Zehen hat...
Zwei Preisträger
und Preisgeldverdopplung: Nicht nur das ist die Bilanz des Klagenfurter
Kleinkunstpreises "Herkules", der zum dritten Mal vergeben wurde.
Die wahre Bilanz ist ein Qualitätssprung.
KLAGENFURT. Unumstösslich klar ist: Was
klein begann, und ein bisschen unbeholfen (weil alles irgendwie beginnen
muss), hat sich nicht nur gemausert, nein, es sind regelrechte Qualitätssprünge
sicht- und hörbar geworden: Der Klagenfurter Kleinkunstpreis "Herkules"
macht sich.
Sechs Kandidaten hatte die Vorrundenjury für finalewürdig befunden
- und man kann sich sehr wohl vorstellen, dass sie keine leichten Entscheidungen
zu treffen hatte. Denn der Finalabend im Jazzclub Kammerlichtspiele fächerte,
bei sechs Kandidaten mit ihren Programmen, eine ordentliche Dichte auf
- um nicht zu sagen: Ein vorprogrammiertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Zum Publikumsliebling
und letztlich Publikumspreis-Gewinner spielt sich der Schweizer Thomas
Lötscher hinauf: Er präsentiert eine durchdachte Figur eines
leicht Linkischen, vermeintlich Nicht-bis-drei-zählen-Könnenden,
der in absichtlich unfertigen Sätzen als einziger Polit- und Regionalaktuelles
einzubinden verstand. Eine Kunst, über die sich kaum jemand noch
drübertraut und ein Genre, das man bisher hier beim "Herkules"
vermissen musste.
Der Jury-Preis und eigentliche "Herkules" ging an die "Kleine
Damenkapelle", die gute, nicht outrierte Zwischentexte, Understatement,
Slapstickelemente und tolle musikalische Arrangements mit Bond-Filmmusik-Ohrwürmern
mischt. Ihr Programm "Fönfieber - ein Agent taut auf" fällt
eindeutig in die Kategorie Kleinkunst: definitiver Gegenpol jedwedem Entgleiten
in Witzsphären unter der Gürtellinie.
Die Gesichter im Publikum verrieten: Mit diesem Sieger hatte man nicht
gerechnet. Deutlich zeigte sich hier die Kategorienschlucht zwischen Kabarett
und Kleinkunst. Statt der unveränderten Bond-Hits hätte man
sich neue, selbstgeschriebene Texte gewünscht. Und vielleicht eine
Jury, die (nach großem Klagenfurter Vorbild) ganz öffentlich
ihren Senf "ausdrückt"...
von Maja Schlatte
Kärntner Tageszeitung, 13. Januar 2009
Gefönt und nicht
geschüttelt
Damenkapelle im
Atelier Theater
Für James Bond spielen Frauen eher eine
untergeordnete Rolle. Erstaunlich also, dass sich ausgerechnet drei Grazien
zu seinen Schutzengeln berufen fühlen. Der Geheimagent
Ihrer Majestät ist wieder in eine üble Geschichte verwickelt.
Es geht um die Jagd nach dem Goldenen Ei, Bösewichte
wie Joe Bommel und die Goldenen Finger, eine Katze voller
Diamanten und Föns als Wunderwaffen. Nix kapiert? Macht nichts.
In den Bond-Filmen versteht man ja auch nach zehn Minuten nicht
mehr, um was es geht, sagt Britta Weyers, die in Fönfieber
mit ihrer kleinen Damenkapelle das Atelier Theater zum Beben
bringt. Ist schon eine prima Idee, die verwickelten Bond-Filme mit Haushalts-Requisiten
zu parodieren. Weil 007 sich ja nicht um alles kümmern kann, braucht
er Frauen fürs Grobe. La Chiffre (Barbara Gescher, Klavier) macht
die Steuer, Schmidt (Anja Schmiel, Oboe und Englisch Horn) schafft die
Leichen weg und Weyers steuert mit jazzig-lasziver Stimme die apart arrangierten
Original-Film-Songs bei.
Die kleine Damenkapelle nimmt ihre Mission sehr ernst. Bis
in den Weltraum folgen die drei ihrem Schützling James, der hier
zum Miniaturformat geschrumpft ist. So passt er besser ins Maul des weißen
Hais und zwischen die Klingen des scherenförmigen Raumschiffs, das
ihn zu entführen droht.
Bond-Fans erkennen schnell die verhohnepipelten Motive ihrer Lieblingsfilme
und können nicht genug bekommen von den musikalisch durchaus anspruchsvollen
Songs. Ein amüsantes Spionage-Spektakel mit Witz und Charme. Darauf
einen Martini gefönt, nicht geschüttelt.
von Barbro Schuchardt
Kölnische Rundschau, 16. September 2008
Fönfieber - Ein Agent
taut auf
Drei Damen geben "Bond" - so gut,
so ungewöhnlich. Zunächst klingt das, was die Musikerinnen Britta
Weyers, Barbara Gescher und "die Schmidt" [Anja Schmiel] in
ihrem Programm "Fönfieber - ein Agent taut auf" präsentieren,
richtig einfältig: drei Frauen interpretieren mit Klavier, Ukulele,
einem Eimer Wasser, Oboe, Englischem Horn und echte Stimmgewalt die besten
James-Bond-Songs! Doch dann wird es richtig komisch: Da wird entschlüsselt
und gerätselt, das Frauenbild in den James-Bond-Filmen endgültig
auf den Kopf gestellt und all das an Bond, was frauenfeindlich ist, einfach
kurz entsorgt. Musikalisch befinden sich die unfreiwillig-komisch wirkenden
Damen auf hohem Niveau.
Das hier ist der längst fällige, feminine
Blick auf den Kultagenen. Schließlich hat der in "M" (gespielt
von Dame Judi Dench) inzwischen auch einen weiblichen Chef bekommen. Warum
sollte er nicht auch weibliche Sound-Sidekicks bekommen?
Die Kleine Damenkapelle ist musikalischkabarettistisch das Beste, was
die Bühne seit Popette Betancors Debüt zu sehen bekam.
Mit ihrem ersten gemeinsamen Programm stehen sie ab Dienstag auf der Bühne.
von Anne Siegel
Scala, Kulturmagazin WDR 5
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